Was bedeutet Wasser für das Klima?
Wasser speichert Energie wenn es sich erwärmt oder verdunstet. Während das Wasser die Energie aufnimmt,wird die Umgebung des Wasser abgekühlt, oder vor Erwärmung geschützt.
Wasser transportiert Energie in Raum und Zeit. Wenn das Wasser bei der Bildung von Regen kondensiert, gibt
es Energie an die Umgebung ab. Dies geschieht meist zeitlich verzögert, und im Vergleich zur Verdunstung an
anderen Orten.
Diese Eigenschaften des Wasser führen zu einer "Dämpfung" des Klimas: tagsüber verdunstet Wasser und kühlt
dabei Pflanzen, Boden und Lebewesen, nachts bildet sich Tau, bei diesem Prozess wird Energie frei und als Wärme
an die Umgebung abgegeben.
Diese Dämpfung funktioniert auf allen Skalen des Wettersystems: Austausch zwischen Äquatorialzonen und Polarzonen
durch Meeresströmungen und Windsysteme.
Weiterhin Austausch zwischen Meer und Land durch den "Großen Wasserkreislauf":
Und der Austausch zwischen Gartenteich und Staudenbeet bei austauscharmen Wetterlagen.Fehlt das Wasser, so kommt es zum sogenannten Stadt- oder auch Wüstenklima: hohe Temperaturen am Tage (keine
Kühlung durch Wasserverdunstung) und niedrige Temperaturen in der Nacht (wo nichts verdunstet wurde, ist es
unwahrscheinlich, dass Taubildung einsetzen kann, da kein Wasser in der Luft gelöst ist).
Mikroklima ist zu beeinflussen durch den Wassergehalt.
=> viel Wasser vorhanden (Wald, Moor) = gemäßigter Temperaturgang
=> wenig Wasser vorhanden (Stadt, viele Geeststandorte) = Temperaturextreme
Wird der Landschaft Wasser entzogen, häufen sich extreme Wetterereignisse (z.B.: Niederlausitz, Kohleabbaubedingte
Grundwasserabsenkung in einer Niederungslandschaft führt zu einer trockenen Landschaft mit extremen Wetterereignissen)!
Umkehrschluss: verbleibt das Wasser in der Landschaft, nehmen extreme Wetterereignisse ab!
